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Wie berechnet man Instandhaltungskosten?

In vielen Betrieben bedeuten „Instandhaltungskosten” wenig mehr als Ersatzteilrechnungen. Tatsächlich bestehen die realen Instandhaltungskosten aus drei Komponenten: Arbeitskosten, Material und Stillstand (Produktionsausfall). Dieser Artikel erklärt, wie jede Komponente berechnet wird und warum alle drei gemeinsam verfolgt werden müssen.

1. Arbeitskosten

Die für eine Wartungs-/Störungsarbeit aufgewendete Zeit multipliziert mit den Stundenkosten des zuständigen Personals ergibt die Arbeitskostenkomponente. Damit diese korrekt ist, müssen Öffnungs-/Schließzeit des Arbeitsauftrags und das zuständige Personal richtig erfasst werden — auf Papierformularen wird dies meist nur ungefähr eingetragen.

2. Materialkosten

Die realen Lagerkosten (FIFO-Chargenkosten) der dem Arbeitsauftrag hinzugefügten Ersatzteile und Verbrauchsmaterialien bilden diese Komponente. In manuell geführten Systemen werden Materialkosten meist als grobe Schätzung erfasst; die Verwendung realer, chargenbasierter Kosten macht Vergleiche zwischen Betrieben oder Zeiträumen aussagekräftig.

3. Stillstandskosten (Produktionsausfall)

Die während eines störungsbedingten Maschinenstillstands verlorene Produktion ist oft ein größerer Kostenfaktor als Arbeit und Material zusammen — wird aber am wenigsten erfasst. Eine korrekte Messung der Stillstandszeit setzt voraus, dass Start- und Endzeit der Störung (idealerweise automatisch von der Maschine selbst) erfasst werden.

Warum alle drei gemeinsam verfolgen?

Ein Betrieb, der nur auf die Materialkosten schaut, übersieht möglicherweise eine Anlage, die „günstig” wirkt, aber häufig ausfällt und lange Stillstände verursacht. In Kombination mit Zuverlässigkeitskennzahlen wie MTBF/MTTR (siehe Wie berechnet man MTBF und MTTR) zeigt sich, welche Anlage tatsächlich am „teuersten” ist — meist nicht diejenige mit der höchsten Materialrechnung.

Wie sollten diese Daten erfasst werden?

Damit sich alle drei Komponenten konsistent summieren lassen, muss der Arbeitsauftragsprozess Personal-/Zeiterfassung, automatischen Materialabzug vom Bestand und Erfassung von Störungsbeginn/-ende in einem einzigen Ablauf zusammenführen. Dies manuell (Excel/Papier) zu tun ist theoretisch möglich, führt in der Praxis aber zu Dateninkonsistenzen und fehlenden Einträgen — dieses Problem haben wir in unserem Artikel Was ist ein CMMS beschrieben.

Automatische Kostenberechnung in bakimo

In bakimo werden Instandhaltungskosten nie manuell eingegeben: Die realen FIFO-Chargenkosten des verwendeten Materials sowie die Arbeitszeit des zuständigen Personals × Stundensatz fließen automatisch in den Kostendatensatz ein. Diese Funktion ist ab dem Pro-Paket verfügbar — Details finden Sie auf unserer Preisseite.

Häufig gestellte Fragen

Wie beziffern wir die Kosten eines Stillstands?

Die Stillstandsdauer multipliziert mit der in dieser Zeit verlorenen Produktionsmenge, multipliziert mit Ihrem Stückgewinn/Deckungsbeitrag, ergibt eine ungefähre Stillstandskosten-Schätzung.

Wie ordnen wir Personalkosten einem einzelnen Arbeitsauftrag zu?

Sie berechnen sich aus der vom Techniker für den Arbeitsauftrag aufgewendeten Zeit multipliziert mit seinem Stundensatz; bakimo berechnet dies beim Abschluss des Arbeitsauftrags automatisch.

Wir erfassen das noch in Excel — wie starten wir mit einem CMMS?

Unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung von Excel zum CMMS zeigt die konkreten Schritte.

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